Meine Kleiderschrank Ordnung

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Der Frühling ist die ideale Zeit, um gründlich aufzuräumen, zu putzen und die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Es ist Zeit für den großen Frühjahrsputz. Das betrifft auch das Thema Kleidung. Ich habe sage und schreibe acht Wochen gebraucht, um den Bereich neu einzurichten. Bei Geschenken und Teilen, mit denen ich Erlebnisse und Momente verbinde, ist es mir besonders schwer gefallen. Das ist ein Teufelskreis ohne Ende. Daher möchte ich versuchen, den Kleiderschrank regelmäßig „in Form“ zu halten. Es darf keine Ausreden und keine Unentschlossenheit mehr geben. Im Folgenden möchte ich meinen Ablauf zur Chaosbeseitigung beschreiben, der sich hoffentlich im Laufe der Zeit bewähren wird.

1. Ausräumen:
Im ersten Schritt räume ich den Schrank komplett aus, um ihn zu reinigen. Dann probiere ich alle Teile vor einem großen Spiegel und bei Tageslicht an. Ich bilde vier Stapel: Entsorgung, Verkauf, Reinigung, Wiederverwendung.

2. Sortieren:
Im zweiten Schritt kümmere ich mich um alle Teile, die ich behalten möchte. Ich sortiere nach Teilen wie zum Beispiel Jacken, Hosen und Röcke und nach Farben von hell nach dunkel. Dann reinige ich Accessoires wie zum Beispiel Sonnenbrillen mit lauwarmem Wasser und Silberschmuck im Wasserbad. Für den Schmuck nehme ich eine Schüssel und lege sie mit Alufolie aus. Ich fülle kochendes Wasser hinein und gebe einen Esslöffel Salz hinzu. Anschließend lege ich den Schmuck für ca. drei bis fünf Minuten in die Schüssel. Die Alufolie hilft, um Verfärbungen aufzunehmen. Im nächsten Schritt stopfe ich die Taschen mit Backpapier, Butterbrotpapier oder Seidenpapier aus, damit sie ihre Form behalten. Um Schuhe zu reinigen, benutze ich eine Schmutzbürste und lauwarmes Wasser. Lederschuhe werden zusätzlich mit Lederfett eingerieben. Wenn die Schuhe getrocknet sind, lege ich Schuhspanner ein. Bei Lederwaren ähnelt die Prozedur derjenigen für Lederschuhe.

3. Kontrollieren:
Im dritten Schritt hänge ich Papierschilder an die Kleidung. Bei gestapelten Teilen befestige ich die Schilder mit Büroklammern an Ausschnitt, Bund oder Taschen. Wenn ich ein Teil getragen habe, nehme ich das Schild ab. Alle Schilder werden gesammelt und am 1. jeden Monats neu angehängt und befestigt. So werde ich einen Überblick bekommen, welche Teile regelmäßig getragen werden.

Hier könnt ihr sehen, was am Ende übrig geblieben ist:

Produkt 2013 2014
Gürtel 2 2
Handschuhe 1 0
Mütze 0 1
Schal/Tuch 11 5
Sonnenbrille 2 2
Bikini 2 1
Koffer 1 1
Henkeltasche 1 1
Reisetasche 1 1
Shopper 3 1
Jeans 3 4
Shorts 1 0
Stoffhose 2 2
Daunenjacke 2 1
Jeansjacke 0 1
Lederjacke 1 1
Trenchcoat 1 1
Alltagskleid 3 4
Feierliches Kleid 2 3
Bluse 4 5
Hemd 0 1
Cardigan 2 0
Langarmshirt 5 2
Poloshirt 4 0
Pullover 3 3
Strickjacke 1 1
T-Shirt 1/2 Arm 11 5
T-Shirt 3/4 Arm 2 1
Tanktop 11 10
Zipper Jacke 2 2
Alltagsrock 3 1
Feierlicher Rock 1 1
Stiefel 1 1
Stiefeletten 1 0
Halbschuhe 1 1
Ballerinas 1 1
Hausschuhe 1 1
Flip Flops 2 0
Turnschuhe 1 0
Farbstrümpfe 11 5
Farbstrumpfhose 11 3
Füßlinge
20
0
Socken 12 10
Strumpfhose 22 8
Strümpfe
Winterstrumpfhose 4 2
Sport T-Shirt 1/2 Arm 1 1
Leggings 0 1
Sporthose 2 2
Yogahose 1 1
Gesamt 179 101

Kommentare :

  1. Welch ein Zufall, ich habe eben heute meinen Kleiderschrank ausgemistet! Ich bin ein ordnungsliebender Mensch und deshalb versuche ich immer wieder ein bisschen auszumisten. Heute war wieder eine grössere Aktion angesagt. Schlussendlich ist ein grosser Haufen weggekommen und übrig geblieben sind die Teile, die ich effektiv anziehe.
    Wobei mir nun aufgefallen ist, dass mir noch ein paar Basics fehlen =)

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  2. Oh Gott, da würde ich echt Panik kriegen! :-D

    Ich kann mich kaum von Klamotten & Co. trennen, dementsprechend sieht es bei mir auch aus. Ich möchte zwar demnächst auch mal ausmisten, aber so radikal wie bei dir wird das nicht werden (ich werde mich z.B. von kaum einem meiner 3 Dutzend Kleider trennen, lediglich bei Oberteilen und Unterwäsche wird was rausfliegen und eventuell Schuhe und Taschen, davon habe ich auch Dutzende). Respekt, dass du da so radikal bist!

    LG, OktoberKind :-)

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    1. Ich muss gestehen, dass es schwer war, sich von den Teilen zu trennen. Aber die einen waren nicht tragbar und die anderen waren zum Rumliegen zu schade. Alles, was übrig geblieben ist, trage ich gerne. Aber ich glaube, dass das Ergebnis anders ausfallen würde, wenn ich regelmäßig Teile wie zum Beispiel Blazer und Kleider tragen würde.

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  3. So radikal auszusortieren würde mir sehr schwer fallen, aber ab und zu fliegt dann doch etwas aus meinem Kleiderschrank. Ein paar Shirts sind vor kurzem raus geflogen und auch zwei Kleider. Momentan habe ich das Bedürfnis mir noch einige Sachen zuzulegen, ein paar Sommerkleider, Shorts die mir für die Arbeit lang genug sind und Shirts in hellen und sommerlichen Farben. Über die "dunklen" Monate ist einiges in schwarz dazu gekommen und in gedeckten Farben, die mag ich für Frühling und Sommer nicht allzu gerne ;-)

    Liebe Grüße!

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  4. Wow, Respekt! Ich habe meinen Kleiderschrank auch vor Kurzem ausgeräumt, bin aber noch nicht fertig. Die Idee mit den Zetteln ist echt super, das werde ich auf jeden Fall umsetzen. Danke für den Tipp. :)

    Wo verkaufst du deine alte Kleidung?

    Liebe Grüße und eine Umarmung für dich! :*

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    1. Ich verkaufe Kleidung online auf eBay. Wenn man bei einem Internetauktionshaus Sofort-Kauft oder Höchstbietender ist, hat man das Angebot angenommen. Somit ist ein rechtswirksamer Kaufvertrag zustande gekommen. Das ist angenehmer als Verhandlungen auf anderen Plattformen wie zum Beispiel Kleiderkreisel und Quoka. Da werden Vertragsschlüsse meiner Erfahrung nach häufig nicht ernst genommen. Fühl dich gedrückt. Ich hoffe, dass es dir gut geht.

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  5. schönes thema!
    ich finde aber was bei dir übrig geblieben ist befindet sich doch im normalen bereich oder?
    das liesst sch als wären es hauptsächlich basicteile.
    lg :)

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    1. Ja, in der Tat. Das sind alles Teile, die aufgrund von Material, Verarbeitung und Service Jahre halten werden. Die Kriterien waren bei der Auswahl wichtig.

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  6. Mich hat auch gerade das Ausmistfieber gepackt. Vor ca. 2 Wochen hab ich deshalb meinen gesamten Kleiderschrank vollständig ausgeräumt und alles, was ich beim letzten Mal schon in der Hand hatte und seitdem nicht getragen habe ist rausgeflogen. Und zwar ohne wenn und aber. Ich muss aber auch in der totalen Wegwerf-Laune sein damit ich das so durchziehen kann. Tja, schlussendlich sind es 4 große Säcke geworden, welche ich der Kleidersammlung mitgegeben habe. Wahnsinn was sich alles angesammelt hat... dafür fühle ich mich jetzt richtig befreit und habe Lust meine Garderobe in Zukunft sinnvoll zu erweitern. Vorallem sollte ich mir noch einige Basic-Sachen anschaffen.
    LG

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  7. Den Kleiderschrank so von Grund auf Auszumisten ist harte Arbeit. Aber ich sehe es so: Lieber weniger im Schrank und dafür passende Teile.

    Ich miste auch regelmäßig aus und habe eine ähnliche Aufstellung in meinem Blogartikel "Kleiderschrankinventur zum Frühling"im März 2013 gemacht. Wenn man das so in Zahlen fasst, ist das hier und da schon erschreckend bei mir ...

    Deine Idee mit den Zetteln gefällt mir. Ich habe mal über eine Tabelle an der Kleiderschrankinnentür nachgedacht als Strichliste fürs Tragen. So könnte man immer genau sehen, was das Teil pro Tragen gekostet hat, wenn es entsortgt wird. Da werden scheinbar teure Teile oft günstig und scheinbar billige am Ende teuer. Mir war das bisher jedoch zu mühsam und ich habe auch so einen ganz guten Überblick über die Tragehäufigkeiten.

    Ich wünsche Dir viel Freude an dem frischen Schrank!
    LG
    Ines

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  8. Hammer, wie organisiert du bist! Ich habe einen recht übersichtlichen Kleiderschrank, aber bei Schuhen und Handtaschen herrscht das Chaos ;o) Von meiner Kosmetik mal ganz zu schweigen...
    Bei Kleidung lege ich schon Wert auf eine gewisse Qualität, daher kommen Spontan-/ Impulskäufe nicht vor. Bei Kosmetik sieht das leider anders aus. Auch wenn die "schlimmen" Zeiten zum Glück vorbei sind und nicht bei jedem Einkauf ein Nagellack oder Lidschatten im Körbchen landet ;o)

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